Eine therapieresistente Depression ist nicht selten. Davon spricht man, wenn die Krankheitssymptome nach zwei verschiedenen Therapieversuchen nicht wesentlich besser geworden sind. Trotzdem gibt es Hoffnung, heißt es im Magazin «Apotheken Umschau» (Ausgabe B2/2026).
Zu wenig Wirkstoff im Blut
Dass ein Medikament nicht anschlägt, kann daran liegen, dass es nicht lange genug oder nicht ausreichend oder regelmäßig eingenommen worden ist.
Es kann aber auch sein, dass es trotz richtiger Einnahme nicht wirkt. So könnte etwa durch Wechselwirkungen mit anderen eingenommenen Mitteln oder durchs Rauchen zu wenig Wirkstoff im Blut sein.
Wirkt ein Antidepressivum auch nach Erhöhen der Dosis nicht, können Arzt oder Ärztin ein anderes Mittel verordnen. Oder eine Kombination mit anderen Medikamenten probieren.
Den einen Standardweg gibt es laut dem Bericht nicht, stets müssen individuelle Symptome, zusätzliche Erkrankungen oder Einschränkungen berücksichtigt werden.
Spezielle Form der Psychotherapie
Auch Psychotherapie kann eine medikamentöse Behandlung ergänzen oder ersetzen. Für Menschen mit langanhaltenden, schweren und therapieresistenten Depressionen wurde zum Beispiel eine spezielle Form der Psychotherapie entwickelt, die sogenannte «Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy» (CBASP).
Und es gibt weitere Möglichkeiten. Etwa eine Elektrokrampftherapie, transkranielle Magnetstimulation oder eine noch neue Behandlung, bei der Ketamin injiziert oder per Nasenspray verabreicht wird. Auch bei diesen Wegen gilt: Vor- und Nachteile müssen genau abgewogen werden.
Angehörige als Mutmacher
Arzt und Ärztin beraten, wie es weitergehen kann. Verschiedene Kliniken bieten Spezialsprechstunden für therapieresistente Depressionen an.
Angehörige können hier ermutigen und Erkrankten bei der Therapeutensuche helfen oder sie zur Sprechstunde begleiten. Denn durch die Depression sind Betroffene selbst oft antriebslos.


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